Ohne Autor läuft das nicht

Der Autor – Norbert Klugmann

Norbert Klugmann stammt aus einer Eisenbahnerfamilie und wächst auf in Uelzen (Niedersachsen): am 27. August 1951 geboren, 1970 Abitur, nächster Zug nach Hamburg.

19 Semester Studium von Soziologie, Psychologie, Pädagogik und in der letzten Runde des universitären Lebens radikales studium generale. Kein Abschluss.

Zahlreiche Wohnsitze in Hamburg: Ohlsdorf, Berne, St. Pauli, Pöseldorf, Grindelviertel (mehrfach), St. Georg, Winterhude, Eimsbüttel, Ottensen, Wellingsbüttel (mehrfach), Bramfeld (mehrfach). Zuerst Wohngemeinschaften von drei bis sechs Personen, später jeweils nur eine einzige Frau, zuletzt allein mit Tochter (jetzt 19).

Zeitweise in Berlin, Kärnten und im Wallis.

Nie fest angestellt, Freie und feste freie Mitarbeit in der Hamburger Pressestelle des NDR in der Rothenbaumchaussee, Mitarbeit bei den Programmzeitschriften von Heinrich Bauer-Verlag, Axel Springer-Verlag, Funke Mediengruppe, zu Beginn Monate in einer grandiosen Truppe unter der Regie von Karl Pawek.

Mehrere Jahre Sounds, Medienagenturen im Ballindamm und in der Speicherstadt, Reportagereisen fürs ZEITmagazin, wöchentliche Literaturseiten in der Hamburger Morgenpost.

1981 heiratet Klugmann die Schauspielerin Karin, 2005 lassen sie sich scheiden. Dazwischen sind sie meistens glücklich, jedenfalls der Ehemann.

1996 später Vater einer Tochter, Josephine Lili. Die Mutter Franziska entstammt dem außerehelichen Formenkreis.

 

70 Buchveröffentlichungen (ein weiteres Dutzend unveröffentlicht), zu Beginn mit dem Schwerpunkt Krimis (zehnmal gemeinsam mit Peter Mathews). Danach Verbreiterung des Angebots: Politthriller, Melodram, Jugendromane, historische Romane. Zeitweise Ghostwriter für A-Klasse-Promis. Auch eine Handvoll Sachbücher, u.a. Heinz-Erhardt-Biographie (mit Rainer Berg). Die meisten Bücher erscheinen bei Rowohlt, Haffmans, Gmeiner, Ullstein, Kosmos, Hoffmann & Campe.

Ein warmes Dankeschön an Tita Gaehme vom Kölner Prometh Verlag.

Die Kriminalromane „Beule“ und „Vorübergehend verstorben“ werden von ARD und ZDF verfilmt.

 

13,4 Kilo Frühwerk – Bilanz von 40 Jahren Schreiben

 Ich stamme aus armen Verhältnissen. Als ich klein war, habe ich das nicht gewusst und litt nicht darunter. Weihnachten 1968 war kein Geld vorhanden, um es für Geschenke auszugeben. Mein Vater leitete die örtliche Betriebskantine der Bundesbahn, er war für den Einkauf verantwortlich und besorgte die Buchhaltung. Zu Hause war die Mutter die Finanzministerin, sie wusste viel, ihre Hand lag beschützend auf allen Töpfen. Aber es gab einen Topf mehr als sie wusste, aus ihm stammten die Geschenke meines Vaters: das Armband für seine Frau und die mechanische Schreibmaschine für mich. Sie kostete bei Quelle 198 Mark und besaß einen Griff, so dass man sie tragen konnte wie eine Tasche. Meine Mutter war ärgerlich über ihren unvernünftigen Mann und liebte ihn gleichzeitig für diese Unvernunft.

Das Tippen brachte ich mir selbst bei. Um schnell auf Touren zu kommen, verzichtete ich auf die zeitraubenden Großbuchstaben. Dass nach dem Komma ein Leerzeichen folgt, wusste ich nicht und konnte es mir später nur mühsam antrainieren.

Ich schrieb gern mit der Hand, aber ich war schneller auf der Maschine. Schwarz-rotes Farbband, später reinschwarzes, 70 Gramm-Papier. Es dauerte lange, bis ich auf 80 Gramm umstieg. Das Papier kaufte ich im 100-Seiten-Paket, wechselte auf 500 Seiten und ärgerte mich, weil ich nicht früher gewechselt hatte. Kohlepapier für Durchschläge, aber kein Durchschlagpapier für die zweite und dritte Version, die Qualität war schlecht, es zerknickte auch leicht. Eigentlich zerknickte es ständig. Ein Korrekturband lief erst mit, als ich auf Olympia Monica umstieg, die Maschine, auf der in meiner Erinnerung heute noch Irenes Bild klebt.

Die mechanischen Maschinen waren laut, ein Handtuch dämpfte nicht so stark, dass es leise wurde. Ich tippte den Eltern auf dem Kopf herum. Die Maschine ertrugen sie klaglos, die Musik nicht immer. Meine ersten LPs waren Al Kooper & Shuggie Otis sowie Blood, Sweat & Tears 2. Noch heute entzündet jedes Stück von Blood, Sweat & Tears Bilder von Inneneinrichtung, Tapete, Eisenbett und Blick aus dem Fenster. Licht, Gerüche, Geräusche. Es war die Zeit, in der abends Froschkonzerte neben dem Stück Land erklangen, auf dem erste kleine Häuser standen (unseres: 99 qm Wohnfläche) und sich zehn Jahre später die Eigenheime der Stadtflüchtlinge breitmachten, mit der Zweitwohnung aus steuerlichen Gründen.

Im letzten Schuljahr hatte ich so viel Zeit zur Verfügung wie in keinem Schuljahr zuvor. Die zentralen Zensuren standen fest und waren in Debatten mit den Lehrern viele Monate vorher eingekreist worden. „Pneuma“ entstand, eine freie Zeitung, um es der braven Junge-Union-Schulzeitung zu zeigen, was problemlos gelang. Damit war der zweite Schreibstrang auf der Welt und sollte nie mehr abreißen: Literatur und Journalismus. Ein Schreiberleben lang habe ich journalistisch frei gearbeitet – auf Feldern, die so weit entfernt von Literatur sind, dass es keine Schnittmenge gibt. Gutes Beispiel: Texte für Programmzeitschriften. Ich konnte das eine tun, danach einen Kaffee trinken und danach mit dem anderen beginnen, ohne befürchten zu müssen, dass sich eins ins andere einschleicht und die Kunst mit Journalismus infiziert wird.

 

1970 wurde ich Student und zog vom 1.500-Einwohner-Dorf in die 1,5-Millionen-Stadt. Da war man so modern wie in der Provinz, wollte Fleete und Kanäle mit Straßen überbauen und hinter dem Hauptbahnhof einen Wolkenkratzer-Stadtteil hochziehen. Sozialdemokratie außer Rand und Band.

Zehn Jahre trainierte ich, Literatur zu schreiben: kurze Geschichten, existenzialistisches Gedröhn, Erotik, Krimi, sogar ein Kinderstoff war darunter. Dahinter stand der Plan, alle Genres in Romanform auszuprobieren. Meine Geschichten besaßen Anfang, Mitte und Ende. Keine selbstverständliche Sache nach drei Semestern Germanistik, die den Tod der Literatur beschworen und uns mit literarischen Ergüssen der Arbeiterklasse und ihrer gutmeinenden Freunde schockierten. Ein Lottoschein ist literarischer. Ein viertes Semester Germanistik ersparte ich mir.

 

Neben Studium, Jobs (Iduna und Hamburg-Mannheimer, NDR-Pressestelle), einer kommunalpolitisch-literarischen Zeitschriften-Eigengründung in der Heimat („Der gute Uelzer“, 1 Anzeigenseite: 100 Mark), der Gruppenarbeit bei einem Versand von Presseartikeln sowie einem kräfte- und zeitfressenden sozialen Leben schrieb ich Stories, Gedichte und folgende Romane:

  1. Dass er keine Lust mehr habe. Entwicklungsroman. 1970
  2. Die Auferstehung in der Abwäsche. Erotischer Roman. 1971
  3. Uelzen. Heimatroman (mit Joachim Hagenow) 1972
  4. Wollen wir denn das Ende der Wände? oder: Der Knopf am Kragen vom Hemd von Brecht – Eine Psychologie der Decken, Wände und Fußböden. 1971–1973
  5. Katzen. Buch für Kinder. 1975
  6. Der Versuch. Liebesroman 1973–1976
  7. Der Abfall. Erzählung über eine Trennung. 1976
  8. Krimi ohne Namen. 1978

Die Personenwaage lügt nicht: In den siebziger Jahren habe ich Literatur mit einem Gesamtgewicht von 13,4 Kilo (nur Originale inkl. Urschriften) produziert. Dazu gehörten nicht die Examensarbeiten für die Universität, die ich auf Honorarbasis verfasste. Die Auftraggeber durften eine gewünschte Zensur angeben, meistens schaffte ich die Punktlandung.

Ende der siebziger Jahren die erste elektrische Maschine. Was für ein Luxus. Mit zwei Fingern war ich schon vorher rasend schnell gewesen und steigerte das Tempo nun weiter. Auf die Idee, alle Maschinen zu bewahren, kam ich erst, als die erste nicht mehr vorhanden war.

Ein literarischer Austausch mit anderen Schreibern fand nicht statt. Die Erinnerung an sinnfreie und neunmalkluge Platzhirsch-Debatten in der Germanistik war dafür nur am Rand verantwortlich. Es war banaler: Niemand hätte mir helfen können, weil ein Autor allein schreiben muss. Schreiben lernt man durch Schreiben, durch textliche Entäußerung, ungeheure Blamagen – und durch im Einzelfall schmerzhaftes Eliminieren missglückter Passagen. In den ersten Jahren suchte ich auch keinen Kontakt zu Buchverlagen oder literarischen Zeitschriften. Das war eine freiwillige Entscheidung. Durch meine journalistischen Jobs kannte ich Ansprechpartner, es hätte mir freigestanden, Kontakt zu ihnen aufzunehmen. Aber was ich zeigen konnte, war noch nicht so gut wie das, was ich veröffentlichen wollte. Das musste mir niemand bestätigen. Hätte jemand behauptet, mein Niveau sei ausreichend für Veröffentlichungen, hätte ich ihm nicht geglaubt.

Ich mochte, was ich schrieb. Einige Passagen waren komischer als das meiste, das ich später als bewusste Komik geschrieben habe. Ich spürte, dass es voran ging. Aber kein Zweifel: Die Geschichten wiesen noch nicht genug Qualität auf. Das war eine nüchterne Erkenntnis, ich litt nicht darunter und wurde nicht nervös. Zehn Jahre Training schreckten mich nicht.

Wenn mir nach Gesellschaft war, musste ich nur aufstehen, die unendlichen Weiten meines schwarz bemalten und schwarz ausgelegten Acht-Quadratmeter-Zimmers in Pöseldorf durchqueren und die Küche betreten, wo Ritex und Mac den Motorteilen ihres Sportwagens ein Bad in reinstem Öl gönnten und Udo Lindenberg mit Hilfe unseres nur halbherzig im Flur versteckten Dietrichs plötzlich in der Küche stand. Zeitweise habe ich mich einsam gefühlt, aber das hatte nichts mit dem Schreiben zu tun. Damals und heute sehe ich nicht die Alternative zur Situation am Schreibtisch. Der Mix aus hermetischem Alleinsein und Tanz auf den Tischen ist es, der das Leben macht, das eine plus das andere. Der Autor, der nur den Schreibtisch hat, sollte aufpassen, dass seine Texte nicht vor Erfahrungsmangel stauben. Andererseits glaube ich nicht, dass 50 Flaschen Brandy einen doppelt so guten Roman ergeben wie 25.

 

Ich wusste, dass ich eines Tages den Beweis antreten musste, Talent zu besitzen. Niemand konnte es für mich tun. Sicherheitshalber schielte ich auf die Lebensläufe der etablierten Namen. Die Buddenbrooks erscheinen, als ihr Autor 25 ist. Was beweist das, außer dass es so kommen kann? Erfolge am Beginn der Karriere sind selten – das Hochjazzen, Aussaugen und Entsorgen von Jungautoren war damals noch nicht in Mode. Ich dachte nicht wirklich über einen Bestseller nach. Nur über einen Roman, der veröffentlicht wird; lieber bei Diogenes und Rowohlt als in einem kleinen Verlag. Aber ein kleiner Verlag wäre wunderbar gewesen.

 

Gab es einen Plan? Ich wollte das tun, was ich am besten konnte, und es sollte mich ernähren, so dass ich nicht gezwungen war, Kompromisse einzugehen. Ein schrecklich vernünftiger Wunsch. Würde ich einen Roman über einen jungen Autor schreiben, er würde anders an die Sache herangehen, großmäulig, skrupellos, bereit zu betrügen und zu lügen. Er würde die Tochter des Verlegers heiraten und dafür die reizvollere Tochter des Ministerpräsidenten sitzen lassen. Oder die illegitime Tochter des Bischofs. Am besten beide.

Vielleicht, wenn ich einen dieser Verleger kennengelernt hätte, über die man so viel redete: einen Patriarchen, Diktator, Grandseigneur, ein charmantes Arschloch, unwiderstehlicher Zecher, Esser und Liebhaber der Literatur. Den Mann von Welt. In 40 Jahren habe ich mit zwei Verlegern gesprochen. Einer wurde globaler Jobhopper, der andere Bankrotteur. Das ist besser als nichts, aber unterm Strich zu wenig. Im Grunde kam ich nicht über die Ebene der Lektoren hinaus – wer einen kennt, weiß, wie weh das tut.

Ich fraß Autoren und Literaturen. Die Fehler bei der Auswahl erkannte ich zehn Jahre später. Beispielsweise las ich damals nichts, was vor dem Jahr 1900 erschienen war.

Der Kinositz als dritte Heimat. Wohin ich auch zog, stets wohnte ich dicht am Abaton-Kino, erstes und bestes Programmkino der Stadt. Das Fernsehen der siebziger Jahre bestand aus ARD, ZDF, Nord 3 und DDR. Wir sahen Sport, Loriot, das Rautenmuster der DDR-Tapeten und alles, was von Mike Leckebusch stammte.

Vor allem lebte ich. Bloß keine zurückgezogene Existenz, immer hinaus ins feindliche Leben. Die Wohngemeinschaft war die Lebensform der Wahl; schöne, kluge, reizbare, anstrengende Frauen, im Idealfall alle Eigenschaften in einer Person; Alkohol, Musikklubs; kaum Reisen; ein Zeitungsfresser war ich von Anfang an.

Ich schrieb nicht jeden Tag, aber oft und dann bis weit in die Nacht. Wenn ich betrunken geschrieben hatte, versuchte ich am nächsten Tag, die letzten Seiten zu rekonstruieren, was nicht jedesmal gelang. Dabei schrieb ich mit der Maschine.

Niemand fragte mich, ob ich Schriftsteller werden wollte, wenn ich mal groß sein würde. Als Teil der Legendenbildung könnten diese zehn Jahre als Kapitel eines großen, halbbewussten Plans umgelogen werden. So war es aber nicht. Ich schrieb, weil es das war, was mir am meisten Spaß machte. Ich schrieb, weil es mir leicht fiel zu schreiben. Keinen Tag meines Lebens bin ich vor dem leeren Blatt Papier in Depressionen gefallen. Ich schrieb, weil es mir ein warmes Gefühl gab, eine Arbeit zu beginnen und bis zu einem Punkt zu treiben, an dem ich sagte: Besser geht nicht. Ich schrieb auch, weil ich merkte, dass ich besser wurde. Meine Anfängerfehler legte ich ab. Schwere Fehler behielt ich bei und erkannte sie in dieser Zeit noch nicht.

Ich gab nicht an mit meiner Schreiberei, musste nicht monomanisch davon reden. Ich suchte keine gesellschaftliche Szene auf, in der das Verfertigen von Literatur Renommee verschaffte, Autoren hielt ich nie für die interessanteren Menschen, Musiker schon eher. Ich kannte so viel von Geschichte und der deutschen Vergangenheit, um zu wissen, wie wenig selbstverständlich es war, in dieser Freiheit leben zu dürfen. Ich ließ meine Herkunft hinter mir und wollte das tun, ohne nach unten zu treten.

Man ließ mich in Ruhe. Für die Familie studierte ich und durfte nicht gestört werden. In meinem Freundeskreis gab es niemanden, der mir einreden wollte, langsam mal an Abschlüsse zu denken. In der glücklichen Zeit „nach der Pille und vor Aids“ (Zitat Ingo Insterburg) verschenkte ich theoretische Schreibzeit an saftige Affären, die – wenn schon nicht erotisch – so wenigstens sexuell waren. Ich kann dir sagen. Man muss sich meine siebziger und anfangsachtziger Jahre als glückliche Zeit vorstellen. Alles schien möglich, Geld war nicht vorhanden, den unerwarteten Honorarschecks (Dank an Niklas Frank, damals „Playboy“, für die Ausfallhonorare) wurden unverzüglich ihre Grenzen aufgezeigt.

Ohne Schreiben war ich nicht denkbar. Nach Mitternacht gingen wir in die „Karnickelhalle“ hinüber und malten uns schaudernd eine gelebte Alternative aus, der Musiker, der Produzent und ich. Bei einem endete sie mit Zirrhose, bei anderen mit dem sehr frühen Tod.

1978 war ein historisches Jahr. Es gelang mir, einen festen freien journalistischen Brotjob zu ergattern, der von nun an die Grundlage für alles bildete – für die Eroberung einer Ehefrau, für Wohnungen zu zweit; vor allem bekam ich Kontakt zu Tita Gaehmes Verlag, klein und fein in Köln. Auslöser waren Aufsätze im „Kursbuch“. Als Karin mich am ersten Abend in ihrem räudigen Fiat abschleppte, lag neben ihrem Bett das gerade erschienene Kursbuch 53. Ich machte mir die Entscheidung nicht leicht und dachte mehrere Sekunden nach, bevor ich fallen ließ, dass sie mich dort lesen könnte. Später erfuhr ich, dass ich nie so dicht vor einem Hinauswurf gestanden hatte wie in diesem Moment. Aber machen wir uns nichts vor: Ein Kursbuch-Aufsatz ist eine bombensichere Sache, wenn auch nicht mehr heute.

Drei Bücher machte ich für Prometh, zwei mit der Theaterwehr Brandheide, eins über Till Eulenspiegel, keins war ein Roman. Die Bücher veränderten alles: meine Wahrnehmung von mir, meine Wahrnehmung in den Augen der Freunde, Kollegen und Geschäftspartner, die ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht kannte. Ein Buch ist ein Ticket, drei Bücher sind drei Tickets. Jetzt musste ich klug vorgehen. Kluge Schritte sind genormt wie Tanzschritte. Loyal zum Verlag, offen für andere Verlage, Exposes, Treatments und der fertige Roman in der Tasche. Oder zwei fertige und feste Pläne für zwei weitere. Oh, ich wusste so gut Bescheid – und machte es anders.

Bücher

Es muß im Leben doch mehr als alles geben. Rowohlt 1981 /// (mit Mathews) Beule oder Wie man einen Tresor knackt. Rowohlt 1984 (Film ARD, 1988) /// (mit Mathews) Ein Kommissar für alle Fälle. Rowohlt 1985 /// (mit Mathews) Flieg, Adler Kühn. Rowohlt 1985 /// Vorübergehend zu Hause. Anrich 1985 /// (mit Mathews) Die Schädiger. Rowohlt 1986 /// Der Schwede und der Schwarze. Fackelträger 1986 (Neuausgabe Taschenbuch Rowohlt 1998) /// Heißer Herbst, kalte Hirsche. Fackelträger 1987 /// Revier im vierten Stock. Rowohlt 1987 und 1996. (Neuausgabe 2008 BoD) /// (mit Berg) Heinz Erhardt, dieser Schelm. Fackelträger 1987 (Taschenbuch Heyne 1993). Neuausgabe Lappan 2009 /// (mit Mehnert) Huhn, was nun? Rasch und Röhring, 1987 /// Die Hinrichtung. Rowohlt 1988 (Neuausgabe Ullstein Taschenbuch 2000) /// Feuer und Flamingo. Rotbuch 1988 (auf französisch bei Gallimard, 2000) /// Niebuhr und Marks. Schneekluth 1989 (Taschenbuch Rowohlt 1991) /// (mit Mathews) Die Scheidungsparty. Rowohlt 1989 (Hörspiel, SWF 1990) /// Der Dresdner Stollen. Rowohlt 1990 /// Das Pendel des Pentagon. Rowohlt 1990 /// (mit Mathews) Tote Hilfe. Rowohlt 1990 /// Neues aus Wortleben. Schneekluth 1991 (Taschenbuch Rowohlt 1993) /// Krieg der Sender. Rowohlt 1991 /// Schweinebande. Rowohlt 1995 /// (mit Mathews) Eine schöne Bescherung. Rowohlt 1995 (auf französisch bei Gallimard 1997) /// Neuschwanstein. Haffmans 1996 (Taschenbuch Heyne 1997) /// Doppelfehler. Rowohlt 1996 /// (mit Mathews) Vorübergehend verstorben. Wunderlich 1996 (auf niederländisch 1997 – auf estnisch 1999. Taschenbuch Rowohlt 1998 – Verfilmung ZDF, 1998) /// Treibschlag. Rowohlt 1996 /// Zielschuß. Rowohlt 1996 /// Hallo, Nachbarn! Haffmans 1997 (Taschenbuch Heyne 1999) /// Die Mühlen des Teufels. Hoffmann und Campe 1997 (Taschenbuch Heyne 1999) /// Tour der Leiden. Rowohlt 1998 /// Der unglücklichste Mann der Welt. Wunderlich 1998 /// Reich mir die Hand, mein Leben. Wunderlich 1998 /// Die Liebe fällt nicht weit vom Stamm. Wunderlich 1998 /// Von der Fischerin und ihrem Max. Wunderlich 1998 /// Tochter werden ist nicht schwer. Wunderlich 1998 /// Dies Weihnachtsfest ist nur für dich. Wunderlich 1998 /// (mit Mathews) Fürchtet Euch nicht. Wunderlich 1998 /// (mit Mathews) Land in Sicht. Rütten & Loening 1999 (Taschenbuch Aufbau 2001) /// Ein König stirbt. Rowohlt 1999 /// Die Tausendste Flut. Ullstein 1999 /// Franziska Ricken (Pseudonym) Keiner will’s gewesen sein. Wunderlich 1999 /// Fabio Muretto (Pseudonym) Der Fan. Wunderlich 2000 /// Tanz der Schienenfresser. Europa 2001 /// Nie wieder Urlaub. Rowohlt 2001 / Wunderlich 2002 /// Amanda lebenslang. Ullstein 2002 /// Rebenblut. Gmeiner Verlag 2004 /// Schlüsselgewalt. Gmeiner Verlag 2004 (Hörbuch TechniSat, 2008) /// Borscht. KBV 2005 /// Kabinettstück. Gmeiner Verlag 2006 /// Die Tochter des Salzhändlers. Historischer Roman. Gmeiner Verlag 2007 (Hörbuch TechniSat, 2007, Neuausgabe Mabuse Verlag 2013) /// Alegria Septem 1. Historischer Jugendroman. Kosmos Verlag 2007 /// Alegria Septem 2. Historischer Jugendroman. Kosmos Verlag 2008 /// Die Nacht des Narren. Historischer Roman. Gmeiner Verlag 2008 (Neuausgabe Mabuse Verlag 2013) /// Alegria Septem 3. Historischer Jugendroman. Kosmos Verlag 2008 /// Alegria Septem 4. Historischer Jugendroman. Kosmos Verlag 2009 /// Die Adler von Lübeck. Historischer Roman. Gmeiner Verlag 2009 /// Ihr habt die Wahl! Dritter Niebuhr & Marks-Roman. Verlag Michael Jung 2010 /// Die hölzerne Hedwig. Kriminalroman. zu Klampen 2011 /// Der Brasilianer. Fußballroman. Oktober Verlag 2011 /// Amadeus-Elixier. Kriminalroman. Silberburg 2012 /// Die Mumien von Timmendorf. Jugendroman. Windspiel 2012 /// Weiberkranckheiten. Historischer Roman. Sutton 2012

Diverses

Kursbuch (53, 54, 60), Sounds, Merian, Lufthansa Journal, ZEITmagazin, Institut für Auslandsbeziehungen, Architektur in Hamburg, Hörzu, Playboy, Hamburger Morgenpost, Männer Vogue, Buchjournal, Text für Fotokatalog „Kein schöner Land“ von Dirk Reinartz, Theaterstück für Landesbühne Hannover, jahrelang Entwicklung für TV-Projekte